nanoPurification

Informationen
Weltweit ist Wasser eine begrenzte Ressource, die nicht immer und überall in beliebigen Mengen zur Verfügung steht. In zunehmendem Maße können Flüsse und das Grundwasser zudem Mikroverunreinigungen, wie etwa PFT, Medikamente oder Umwelthormone enthalten. Durch den Fortschritt in der Analytik können diese Stoffe heute in Konzentrationsbereichen nachgewiesen werden, die bisher nicht zugänglich waren. Ein der große Herausforderungen unserer Zeit ist es, Verfahren und Technologien zu entwickeln, die dazu beitragen, Trinkwasser weiterhin in hervorragender Qualität und zu erschwinglichen Preisen bereitzustellen.

Nanotechnik ist eines der chancenreichsten Forschungsgebiete und Wassertechnik eines der Wichtigsten weltweit. Die etablierten Verfahren und Produkte der Wassertechnik bieten häufig nur noch wenig Spielraum für neue Lösungsansätze, um den gravierenden Wasserver- und Wasserentsorgungsproblemen zu begegnen. Hier kann die Nanotechnik neue Akzente setzen und die Wassertechnikbranche in aussichtsreiche Bahnen lenken.

Das Forschungsprojekt nanoPurification wird im Rahmenprogramm "Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft - WING" in der Bekanntmachung vom 28.05.2008 " NanoNature: Nanotechnologien für den Umweltschutz – Nutzen und Auswirkungen" gefördert. Das Auftaktreffen zu dem dreijährigen Projekt war am 01.07.2010 bei Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen.

In dem Projekt nanoPurification stehen die Entwicklung neuartiger nanoskaliger Werkstoffe und Materialien (Nanopartikel, Nanoschichten) und ihr Transfer in die traditionelle Wasseraufbereitungs- und Abwasserentsorgungsbranche im Focus.

Die zentrale Idee von nanoPurification ist es, ein Hybrid-System (nanoPur) der biologischen Klärstufe nachzuschalten oder zur Trinkwasseraufbereitung zu verwenden, das aus folgenden Komponenten besteht:

nanoPur soll dank einer Integration nanoskaliger Komposit-Mikrosiebe in eine UV-Dekontamination hocheffizient und multifunktional sein. Das Hybridsystem soll in einem Prozessschritt partikuläre Verunreinigungen und Mikroorganismen mechanisch zurückhalten und zusätzlich chemische und biologische Kontaminanten abbauen bzw. abtöten.
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